Kurze Geschichte der Kirche von Dürrn

Die Urkunde, die den Beginn einer eigenen Dürrner Kirche angibt, ist im Auftrag des Papstes Innozenz VIII. von Julianus, Bischof von Ostia bei Rom, mit Datum 5.Juni 1490 datiert. sie enthält die Genemigung für die "in Christo geliebten Einwohner Durns" , künftig und für alle Zeiten die Feier der Gottesdienste in der eigenen Kapelle abzuhalten, wenn auch Kieselbronn Mutterkirche bleiben sollte. Bis 1512 wurde das Filial Dürrn von Geistlichen aus Kieselbronn mitversehen. Danach hatte dann die Dürrner Kirchengemeinde mit Balthasar Ysinger ihren ersten eigenen Pfarrer, der jedoch wegen reformatorischer Amtsführung vom badischen Markgrafen mit Gefängnis bestraft wurde. Nach 1553 wurde das Haus Baden-Durlach evangelisch, damit auch Dürrn. Vermutlich um 1500 wurde die Kapelle zur Chorturmkirche mit Gaden über dem Langhaus umgebaut. Grundlegende Veränderungen der Kirche erfolgten 1738 mit der Erweiterung um 6 m nach Süden und schließlich 1957 mit der sehr gelungenen Umgestaltung des Innenraumes. Altar, Kanzel und Orgelwerk wurden an die Nordseite verlegt, wo mehrfarbige künstlerisch gestaltete Fenster eine sakrale Atmosphäre erzeugen. Die letzte Renovierung fand 1982 statt.

Das Pfarrhaus entstand 1750 als bodenständiges Fachwerkhaus mit verziertem Eckständer und über den Bau informierender Kartusche. 1904 wäre es wegen erheblicher Beanstandungen beinahe abgebrochen worden, eine Verschindelung rettete das Haus. Die Baumaßnahmen von 1965 und 2007 lassen nunmehr das Gebäude wieder in ursprünglicher Bausubstanz erkennen.

Auch die alte Pfarrscheuer konnte 1973 als schmucker Gemeindesaal eingeweiht werden.

(zusammengestellt zur 500Jahr-Feier durch Hr. Rektor L.Otto)

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